Ehre oder Schmutz #93 Space Odyssey

SPACE ODYSSEY

Voll im Flow! Mit gebrochenen Stimmen gleiten wir durch die #93. Heute mal was für waschechte Sci-Fi Fans und tolle Fragen an unwichtige Podcaster.

  • (00:00:00) News, Kommentar
  • (00:30:54) Wichtige Fragen an unwichtige Podcaster
  • (01:02:30) Der Preis ist heiß
  • (01:22:50) 2001 im Filmpalast
  • (01:50:30) Ehre oder Schmutz
  • (02:33:40) Verabschiedung

Volltext

Wir heben ab zu unserer ganz persönlichen Space Odyssey im Ehre oder Schmutz Podcast. Zuvor drehen wir uns noch ein bisschen um die News. Bei Sebastian ist der Alltag nach einem Jahr Abstinenz wieder eingekehrt. Schluss mit Rumpimmeln. Markus hat den Kleiderschrank geringfügig erweitert und ist froh nun eine Woche Urlaub zu haben. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, wie lang zur Hölle diese Episode am Ende wird, fast eine Space Odyssey oder sogar eine Space Odyssey?

Ehre oder Schmutz

Ehre oder Schmutz, die Mutter aller Segmente in unserem Podcast fast wie eine Space Odyssey. Heute auch in Extralänge, weil fruchtbare Diskussionen entstanden. Könnte unsere Gesellschaft mit Vorteilen für covid-geimpfte Menschen umgehen? Wir glauben nicht dran. Spezielle Vorteile in kleinen Gruppen, beispielsweise in Altersheimen sind aber denkbar. Werdet euch einig, bis wir dran sind. Obdachlose leben in Isolation. Wer möchte helfen und wer möchte sich eigentlich helfen lassen? Schwierig, aber dennoch ein fester Teil vieler Großstädte.

Der WDR hat richtig ins Klo gegriffen. Prominente sprechen über Rassismus, leider auf flachem Niveau und mit kritischen Aussagen. Wir diskutieren über Talk Shows und die Rolle des Opfers in genau diesen. Spannend! Karstadt und andere große Kaufhäuser bringen Kinderaugen zum Erleuchten.

Bei uns gibt es da keine einheitliche Meinung. Karin Ritter wird uns nicht fehlen, Köthen kommt hoffentlich zur Ruhe. Was haben die Medien da nur angerichtet. Ein ekelhafter Hype um eine katastrophale Familie. So viel extremes Gedankengut, so viel Hass und Dummheit auf so wenigen Quadratmetern. Es hat sich ausgequalmt, der Fliesentisch kann direkt mit beerdigt werden.

  • Vorteile für Geimpfte
  • Karin Ritter
  • Weiße Menschen die über Rassismus sprechen
  • Karstadt
  • Obdachlose

Wichtige Fragen an unwichtige Podcaster

Space Odyssey ist auch gleichzeitig Zeit für die Fragen, die euch wirklich wichtig sind. Live is Live! Markus sieht sich in einem packenden Tennis Grand Slam Finale, Sebastian genießt die Halbzeitshow des Superbowl. Jeder hat diesen einen Traum, dieses eine Ziel, traut sicher aber nicht. Der Fallschirm hat es uns beiden angetan, das Erlebnis hart an der Grenze. Auch beim Feilschen möchte man an die Grenze.

Fest steht, dass wir es allesamt zu wenig versuchen. Ist es die Erziehung, oder die Kultur? Wer fragt bei einer neuen Waschmaschine im Elektrofachhandel nach einem Rabatt?

Andreas – Welches Ereignis würddet ihr gerne live erleben?

Jens – Gibt es etwas, wovon ihr schon lange träumt, euch aber nicht getraut habt, es zu tun?

David – Könnt ihr gut verhandeln oder nehmt ihr den Preis direkt an?

2001 im Filmpalast

Ein Film, der nicht für Jedermann geeignet ist. Die Mutter des Sci-Fi, die Space Odyssey. Ihr müsst euch definitiv für die Kunst eines Films interessieren, dann werdet ihr Freude haben. Die Cineasten unter uns sehen einen Film von 1968 mit anderen Augen. Fraktion Popcorn wird die Unterhaltung eher vergebens suchen und sich etwas durchkämpfen müssen. Hört euch genau an, was wir dazu sagen.

So klar ist die Empfehlung selten gewesen, da waren wir uns sehr einig!

Sebastians Bewertung

Main: 4,5 / 5 Ich liebe diesen Film. Eine tolle Space Odyssey und wenn man was auf die Historie des Kinos gibt und die Entstehung und Prägung von Scifi als es noch lange kein Scifi gab dann ist 2001 ein Muss, ein Meisterwerk und einer der besten Filme die jemals gedreht worden sind.

Aber und das kann man festhalten ich verstehe wenn einem der Film nicht gefällt. Er ist nicht Mainstream, er ist in weiten Teilen nicht ausserordentlich spannungsgeladen. Er ist die Vorstellung wie Leben im Weltall in der fernen Zukunft ist gepaart mit Scifi und dem Leben.

Bild: 5 / 5 Der Film der alles losgetreten hat. Der Film mit den eindrucksvollsten Bildern und ich war und bin jedes Mal wieder fasziniert wie hübsch dieser Film seine Bilder malt.

Story 4 / 5 Über die Story kann man streiten. Es ist ein Theaterstück in mehreren Akten. Alles wird überschattet von einem ausserirdischen Monolithen der, egal wo er ist, die Ergeignisse um ihn herum ins wanken bringt.

Der Film ist eine Space Opera mit ganz viel Opera und Metastory. Zum einen lebt der Film von der Fantasie im Weltall unterwegs zu sein und zeigt das Leben von Menschen eben im Weltall in der fernen Zukunft. Soll ich daran erinnern, dass die Mondlandung erst ein Jahr später war?

Und dann geht es da ums Leben. Über die Entstehung die jungen Jahre und den Tod und was vielleicht danach kommt. Auch hier ganz viel Meta und dann kommen wir zu HAL der künstlichen Intelligenz, im Jahr 1968.

Ton 5 / 5 Also sprach Zarathustra, An der schönen blauen Donau oder auch Requiem for Soprano. 2001 setzt auf imposante und zugleich klassische Musik die schon 1968 “geremixt” worden sind. Ich bin kein Klassikfan aber hier stimmt das einfach alles. Der imposante Anfang oder auch die tollen Walzer zu denen sich die Raumschiffe bewegen. Geil 🙂

Effekte 5 / 5 Hier muss man eigentlich nichts weiteres zu schreiben als “Volle Punktzahl”. Wir schreiben das Jahr 1968. Wir befinden uns 9 Jahre bevor Star Wars rausgekommen war. Wenn sich die Filme im Vergleich anschaut wirkt Star Wars dagegen wie die Muppet Show. Bevor die Star Wars Fans aufschreien:

Nein Star Wars Episode 4 ist ein Meisterwerk, aber im direkten Vergleich sind die Effekte von 2001 outstanding. Gigantisch. Zusätzlich muss man die Requisiten hier mit reinziehen. Ein Facetime Call im Jahr 1968? Zur gleichen Zeit hat man Raumschiff Orion mit Bügeleisen Raumschiffe gelenkt. Tablets? Ja die gab es auch hier schon. Hach ist das alles schön.

Besetzung: 3,5/ 5 HAL9000 hätte eigentlich schon ne 4 von 5 verdient. Wenn man aber ohne rosarote Brille schaut dann sind die Rollen eher nur zum Zweck da und der ist es die Bilder zu zeigen die Kubrick malen wollte.

Markus Bewertung

Main: 3,5 / 5 Gemischte Gefühle am Ende der Space Odyssee. So wirklich Spaß hatte nicht beim Zusehen nicht. Klar, das Ding ist von 1968. Hilft aber wenig, denn wir erleben den Film heute. Mit der Länge des Films habe ich zweifelsohne ein Problem. Sicher schaute man damals mit anderen Augen auf die Szenen, die mir mindestens doppelt zu lang waren. Gern hätte ich den Film damals im Kino gesehen, um ein vergleichbares Erlebnis sicherzustellen. So bleibt es schwierig 2001 zu feiern.

Sci-Fi wird für mich zudem immer schwierig bleiben. Dennoch war es interessant einen der Grundsteine dafür gesehen zu haben. Wer sich den Film heute geben will, sollte entsprechendes Interesse mitbringen. Es ist definitiv ein Film für Kenner und Cineasten. Guckt ihn lieber zu zweit, damit ihr zur Not geweckt werden könnt.

Bild: 4 / 5 Ein Film der vom Bildmaterial lebt und das auch kann. Die Bilder erzählen die Geschichte und transportieren in allen Kapiteln die gewünschte Message.

Story 3,5 / 5 Eine Story mit viel Mut und Phantasie und dennoch keine schlechte. Der Kapitelaufbau hat dem viel zu langen Film gut getan. Die schon sehr anstrengenden Szenen zu Beginn des Film zeigen, wie schnell das Verhältnis von Mensch (oder einer Vorstufe) und Natur aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Ein Monolith verändert alles. Die Mondstation war an Langeweile kaum zu überbieten. Das geheime Treiben des Monolith führt die Forscher Richtung Jupiter und muss bis dato von der Menschheit geheim gehalten werden. That’s it.

Auf dem Weg zum Jupiter wird es aus heutiger Sicht spannend. Mensch und Computer arbeiten Hand in Hand. Der Bezug zur Gegenwart ist verblüffend, befinden wir uns doch im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Der Monolith rückt hier in den Hintergrund und kommt erst nach der wilden Fahrt durch psychedelische Farbspektren wieder ins Spiel. Hier sehen wir den Kreislauf des Lebens.

Der Bekannte wird zum Mann stattlichen Alters. Im Anschluss sehnt er sich auf dem Sterbebett nach Kontakt zum Monolith, in der Hoffnung auf….ja worauf eigentlich? Vielleicht in der Hoffnung auf Wiedergeburt oder ewiges Leben. Ich bin mir nicht ganz sicher wie gut diese Story wirklich konstruiert ist. Es erweckt hier und da doch den Eindruck, dass Kernaussagen in Kapitel gesteckt wurden, um diese mit sehr guter Sci-Fi zu umhüllen.

Ton 2,5 / 5 Belastend. Die epischen Szenen gehen klar, die dramatischen Momente gehen schon hart ins Ohr. Langanhaltende Piep- und Pfeiftöne liegen definitiv über meiner Komfortzone. Im Kino hätten wir Zuschauen gesehen, die sich die Ohren zuhalten. Als Stilmittel für mich ein spürbarer Tick zu viel. Weltraumszenen haben im Gegenteil wieder, auch dank der musikalischen Untermalung, für Entspannung gesorgt. Auch hier ein Tick zu viel, ich habe mich gleich zwei Mal mit kurz geschlossenen Augen erwischt.

Effekte 4 / 5 Hier müssen wir wohl den Hut ziehen, da war viel Schönes bei. Die Mutter des Sci-Fi! Mit den Mitteln der 1960er Jahre wurde hier tatsächlich gezaubert. Ohne technische Details zu kennen, war hier sicher viel Innovation am Filmset vorhanden. Dazu Requisiten, die wir so später in ähnlicher Form noch oft gesehen haben. Auch Affenmenschen vor einem Greenscreen waren nicht zu verachten.

Besetzung: 3 / 5 Schwierig, der Streifen lebt von Bildern und Effekten, der Cast ist eigentlich egal. Professor Blabla und Dr. Dingsbums hat sich ohnehin niemand gemerkt, die Gesichter ebenso wenig. Ja, es gab Schauspieler in diesem Film 😉

Der Preis ist heiß

Puhhh, das war keine Glanzleistung und schon gar keine Space Odyssey. 1-2 Produkte waren wirklich schwierig. Sebastian vollzieht Rache für das Sushi-Set der letzten Woche. Nur 1 magerer Punkt kommt dabei herum. Schnell vergessen!

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Präsentiert von
Sebastian Ebbers

85er Baujahr aus dem hohen Norden! Beruflich mal als Friseur gestartet und rauchfrei seit 20.5.2012. Liebt das SteamTeam und diesen Podcast. Würde sich als Nerd bezeichnen, liebt Filme sowie Serien und ist ein wenig extrovertiert ;)

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Jens

Schönen guten Tag.

Ich hoffe ihr habt den Schnee gut überstanden. Also bei uns im nördlichen NRW kam gut was runter :). Zu meinem letzten Kommentar, in dem ich sagte, dass Ihr die Kommentare ganz vorlesen müsst war nciht auf meinem Kommentar bezogen. Ich habe nur in der Folge 91 gehört, dass Ihr den Kommentar von David nicht komplett vorgelesen hattet.. Da sagte Sebastian noch “wir müssen uns gar nicht wundern, wenn wir keine Kommentare bekommen, wenn wir die nicht komplett vorlest”(2:26). Also es war nicht böse gemeint von mir :).

Zu der Folge 93

Meine Frage “Gibt es etwas, wovon ihr schon lange träumt, euch aber nicht getraut habt, es zu tun” habt ihr gut interpretiert. Mir kam der Gedanke nur, weil ich mich an meine letzte ” Grenzerfahrung erinnern musste. Da ich starke höhen Angst habe, bei Leitern usw. Vor gut 2 Jahren war ich das erstemal mit meinen damals 31 Jahren, dass erste mal im Freizeitpark. Dort habe ich dann die ersten Fahrgeschäfte mit 25 meter Höhe gefahren. Und da habe ich mal wieder festgestellt wie geil es ist, seine Grenzen herauszufordern. Es war auch sehr interessant, dass ihr bei Fallschirm springen gleich lagt. Das kann ich mir sehr interessant vorstellen aber durch meine Höhenangst würde ich glaube ich nicht aus dem Flugzeug springen.

Wünsche euch noch alles gute 🙂

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