Gesetz der Rache Kritik

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“Clyde Sheltons (Gerard Butler) Frau und Tochter (Brooke Stacy Mills, Ksenia Hulayev) wurden ermordet, der Mann aus der Bahn geworfen. Dem Täter (Christian Stolte) aber winkt eine nur fünfjährige Haftstrafe, nachdem er sich mit dem Staatsanwalt Nick Rice (Jamie Foxx) abgesprochen hat. Zehn Jahre später schnappt sich Clyde den Mörder, bringt ihn in ein abgelegenes Lagerhaus und foltert ihn langsam zu Tode. Als die Polizei mit einem Squad-Team anrückt, leistet Clyde keinerlei Widerstand. Er lässt sich bereitwillig inhaftieren und der inzwischen die Karriereleiter herauf gesprintete Nick ist sich sicher, es hier mit einem Selbstgänger-Fall zu tun zu haben. Doch da hat er die Rechnung ohne Clyde gemacht: Aus dem Gefängnis heraus verübt der leidenschaftliche Tüftler mit selbstgebastelten, vorab deponierten Apparaturen Anschläge. Jeder, der etwas mit dem Prozess gegen die Mörder seiner Familie zu tun hatte, soll sterben”
Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/134690.html

 

Bewertung Sebastian

Gesamtwertung 2,5/5 Sternen
Gesetz der Rache ist ein Vigilante Trash Slasher. Das Genre habe ich extra für ihn erfunden. Anscheinend immer noch hellauf begeistert von dem Schlachtfest von vor 5 Jahren (SAW) denkt sich Regisseur F. Gary Grey “Hey lass mal sowas wie – Ein Mann sieht rot – machen, aber wir brauchen viel mehr Gewalt und McGyver wäre auch cool”.  Ansonsten kann ich mir den Murks den ich hier gesehen habe nicht erklären. Ein Mann will sich an dem System und allen die ihm Leid zugefügt haben rächen und plant innerhalb von 10 Jahren das größte Killerevent auf diesem Planeten. Warum er das alles kann? Da gibt es jemanden bei der U-Bahn der erklärt dir das mal eben. 
Dieser Film gefällt dir wenn du:

– den Kopf ausschalten kannst und Logik dich nicht interessiert.
– auf ganz viel Blut und übertriebenen Gore stehst auch wenn er nichts zur Story beiträgt.
– Gerald Butler und Jamie Foxx feierst und der Film dir eigentlich egal ist.
– bisher keine guten Filme in diesem Genre gesehen hast.
Bild: Das Bild sowie die Kamerafahrten sind guter Durchschnitt für einen “Actionfilm”. Nichts fällt enorm negativ ins Gewicht, aber eben auch nichts enorm positiv.
Story: Vigilante Trash Slasher? Die Story verirrt sich immer mehr in einer verrückten McGyver-Selbstjustiz-Show die mit hellseherischen Fähigkeiten dann auch noch fast bis zum Schluss aufgeht. Dann wundert man sich auch nicht mehr über den Schluss, in dem die Justiz dann selber den Richter spielt. Wie viele Stockwerke sollte die Bombe doch gleich noch in die Luft sprengen? hmm…..
Ton: Der Ton ist grundsätzlich in ordentlicher Qualität, allerdings sind die Stimmen im Vergleich zum Rest enorm leise. Ein typisches Problem von Produktionen in den Jahren als der Film erschienen war. Macht es leider stellenweise sehr unangenehm dem Film zu folgen
Effekte: Im Film gibt es relativ wenig Effekte, abgesehen von einigen Explosionen. Was allerdings sehr negativ aufgefallen ist, ist die übertriebene Darstellung von Gewalt um Ekelmomente beim Zuschauer zu erzeugen. Nichts davon macht den Film besser, oder unterstreicht irgendeine Aussage. Stellenweise fühle ich mich wie bei SAW und muss fast grinsen wie schlecht offensichtlich dieses Stilmittel hier eingesetzt worden ist.
Besetzung: Maximaler Durchschnitt. Gerard Butler sowie Jamie Foxx machen hier aus einem Trashmovie noch irgendwas was ein bisschen mehr ist aber auch nicht wirklich viel mehr. Alle anderen Schauspieler bleiben grau und uninteressant und fallen nicht weiter ins Gewicht.

Bewertung Markus

Gesamtwertung 3,5/5 Sternen
Ein Mann, der aus Rache alle Regeln bricht und mit Hilfe seines genialen Geistes einen Krieg gegen das System eines Rechtsstaates anzettelt. Keine Deals mit Mördern! Dieser Vorsatz wird auf die Probe gestellt und auf dem Weg zur Auslöschung der wichtigstens Personen einer ganzen amerikanischen Großstadt mehrfach gebrochen. Die Identifizierung mit dem Hauptcharakter fällt stellenweise schwer. Dieser Umstand lässt den Zuschauer eventuell auch die Seiten wechseln.
Bild: Stimmige Bilder in Momenten der Spannung und ein Bisschen Alarm für Cobra 11 in den Action-Szenen.
Viele Close-ups bringen den Zuschauer nah an die Charaktere. Darüber hinaus aber eher gewöhnlich.
Story: Macht ein System im Umgang mit Straftätern zu viele Kompromisse? Eine gute Quote hilft der eigenen Karriere, aber eventuell nicht dem Bürgervertrauen in Gerechtigkeit.
Jemand der Ungerechtigkeit am eigenen Leib zu spüren bekam holt zum großen Gegenschlag aus zeigt einem System die Grenze der Kooperation auf. Die Rache am Unglück der eigenen Familie tritt zumindest gedanklich schnell in den Hintergrund, je mehr die persönliche Vendetta ihren Lauf nimmt.
Vielleicht wird es am Ende eine Spur zu krass, oder der Bogen wurde absichtlich stellenweise überspannt. In Summe aber eine packende Story mit einem mittelmäßigem Ende.
Ton: Die Musik leistet ein großes Beiwerk zum Filmerlebnis und gleicht eventuell fehlende Kreativität in den Bildern gelegentlich aus. Sicher nicht auf Gladiator Niveau, aber dennoch sehr treffend. Unter dem Strich aber auch nicht überwältigend.
Effekte:Obwohl hier und da etwas in die Luft geht, ist der Film nicht sonderlich reich an Effekten. Ohne Ablenkung kann sich der Zuschauer komplett auf Story und Charaktere konzentrieren.
Das Loch im Gefängnis, welcher eher einem Kerker im 18. Jahrhundert gleicht, ist als eher merkwürdiger Drehort mit ebenso merkwürdigen Requisiten in Erinnerung geblieben.
Besetzung: Gerard Buttler und Jamie Foxx füllen ihr Rollen perfekt aus. Die Darstellung der Hauptfigur wirkte zu Beginn etwas lauchig. Dieser Eindruck verflog allerding im Laufe des Films.
Wesentlich gut oder schlecht umgesetzte Nebenrollen haben ich durch den klaren Fokus auf die beiden Stars nicht wahrgenommen.

85er Baujahr aus dem hohen Norden! Beruflich mal als Friseur gestartet und rauchfrei seit 20.5.2012. Liebt das SteamTeam und diesen Podcast. Würde sich als Nerd bezeichnen, liebt Filme sowie Serien und ist ein wenig extrovertiert ;)

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