Gone Girl Kritik

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Gone Girl – Das perfekte Opfer ist ein US Thriller Drama aus dem Jahre 2014 und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gillian Flynn. Gedreht wurde in Los Angeles und Cape Girardeau, Missouri.

Die perfekte Ehe wird in Frage gestellt als Amy Dunne eines Tages als verschwunden gemeldet wird. Erst sorgt sich die ganze Stadt um sie und Ihren Ehemann. Mehr und mehr wendet sich allerdings das Blatt und der Ehemann Nick Dunne gerät ins Zielrohr von Medien und Polizei. Eine wilde Fahrt aus Plotttwist und Psychothriller entfacht.

Bewertung Sebastian

Gesamtwertung
Gone Girl aus dem Jahre 2014 habe ich, als er rauskam, zwar wahrgenommen aber liegen gelassen. Eine Schande. Er ist einer der besten Thriller die ich in den letzten Jahren gesehen habe und landet sehr weit oben auf meiner Liste der Lieblingsfilme. Vieles der Wertung entspringt aus den Überraschungen die dieser Film bietet. Sicherlich kann ich mir vorstellen, dass bei einem zweiten anschauen des Film gewisse Logiklücken entstehen können. Das trübt für mich aber den Gesamteindruck dieses psychisch perfiden und sehr unterhaltsamen Films kein Stück.
Bild: Gestochen scharfes Bild und tolle Filter machen den Film fürs Auge zu einem echten Leckerbissen.
Story: Die Story reißt einen von der ersten Sekunde mit. Nicht umsonst war das Buch zum Film ein Dauerbrenner in den Charts. Die Frau von Nick Dunne verschwindet auf mysteriöse Weise und er wird zur Zielscheibe der Medien und einer Kleinstadt. War die Ehe der beiden wirklich so gut wie sie von aussen aussah?
Ton: Der Soundtrack setzt sich aus melodischen und elektronischen Tracks zusammen. Insgesamt sehr stimmig, unaufdringlich und hat mir sehr gut gefallen.
Effekte: Als klassisches Thriller Drama kommt auch Gone Girl ohne übertriebene Effekte aus. Umso mehr reißt mich die Kleinstadt mit in der der Film spielt. Alles sieht bewohnt, lebhaft und glaubhaft aus.
Besetzung: Selten habe ich einen Film erlebt in dem so viele Rollen für mich stimmig und lebendig wirken. Ben Affleck, den ich eigentlich nicht unbedingt sehen muss, spielt die Rolle des Sunnyboy Ehemanns sehr gut aber wird an die Wand gespielt von Rosamund Pike die die leidende Ehefrau und noch vieles mehr gigantisch aus der Figur raus holt. Aber ebenso die Ex Liebhaber, die Schwester von Nick oder auch der Anwalt Tanner (gespielt von Tyler Perry) füllen ihre Rollen komplett aus und machen den Film zu einem Erlebnis.

Bewertung Markus

Gesamtwertung
IMDB 8,1 macht gute Hoffnung auf einen Film der aus der Masse herausstechen kann. Sebastian würde sagen, ein klassischer “Popcorn-Film”. 
Kein Film der zur Pflichtveranstaltung erklärt werden kann, aber durchaus einen Samstag Abend pimpen kann.
Bild: Das Werk der Bilder ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen. Sowohl eines gutes Spiel mit Licht und Dunkelheiten, als auch die atmosphärische Darstellung
von Szenen aus der Vergangenheit lassen eine Bewertung von 3 Punkten zu.
Story: Wir sehen eine Story, die gutes Potenzial zeigt. Eine Autorin, die erfolgreiche Werke veröffentlicht und im Anschluss ihr Leben ein wenig aufgibt.
Sie verliert den Bezug zu ihrer Heimat und ebenso den Bezug zu ihrer Ehe. Die Dinge spitzen sich zu. Man entfernt sich voneinander und Untreue kommt ins Spiel.
Der Schuldige für den Abwärtstrend im eigenen Leben ist gefunde und der Rachefeldzug im Detail geplant. Gesetz der Rache lässt grüßen. Relativ früh lässt sich erahnen wohin die Reise geht.
Der Rummel der Medien und die Pressekonferenz nach 2 Tagen der Abwesenheit lassen das Ganze gewöhnlich oder auch billig aussehen. 
Das Ende wirkt wie die perfekte Abhängigkeit zwischen 2 Menschen, die sich nichts mehr zu sagen haben.
Ton: Vielleicht eher der Kategorie der Besetzung zugehörig, empfand ich alle Stimmen der Darsteller als sehr angenehm. Wir haben den Film natürlich wieder im Originalton
geschaut. Darüber hinaus konnten Ton und Musik kritische und eventuell spannenden Szenen unterstützen. Unter dem Strich aber auch hier nichts herausragendes.
Effekte: Eine super schön dargestellte Szene vor der Bäckerei in einer dunklen Gasse blieb mir gut in Erinnerung. Die Nacht wird durch ein paar Scheinwerfer erhellt
und ein Schnee aus Zucker fällt herab und wirbelt durch die Gegend. Ein effekt reiches Highlight, leider das Einzige.
Besetzung: Der Cast macht den Film eventuell etwas besser als er an sich ist. Ben Affleck passt super in die Rolle des emotionalen Ehemanns der auf Tasche seiner Frau 
lebt und eine Studentin vernascht. Auch die Rolle des Opfers verkörpert er gut. Rosamund Pikes Rolle hat mich noch mehr beeindruckt.
Eine bestechende Mimik, die keine Fragen auch nach dem großen Twist des Film offen lässt. Liebevoll, eiskalt, berechnet, intrigant – alles in einem Gesicht.
Wer viel How I met your mother gesehen hat, wird immer ein kleines Problem des Neil Patrick Harris haben, hier passt er aber ganz gut ins Bild. Tyler Perry in seiner
Mischung als PR-Berater und Anwalt ebenso.

85er Baujahr aus dem hohen Norden! Beruflich mal als Friseur gestartet und rauchfrei seit 20.5.2012. Liebt das SteamTeam und diesen Podcast. Würde sich als Nerd bezeichnen, liebt Filme sowie Serien und ist ein wenig extrovertiert ;)

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